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Moderne Bündnisführung – Fusionen

Posted by Graf Augstein on 26. September 2014 in Allgemein |

Fusionen

Warum fusioniert die Katze mit der Maus? Bei den Gebrüdern Grimm machen die beiden eine WG auf, um zusammen zu chillen und Miete zu sparen. Was die Katze bald langweilt. Sie vergeht sich heimlich an den gemeinsamen Fettreserven, denkt sich alberne Taufnahmen aus und verstößt am Ende gegen das fünfte Gebot!

Vom lateinischen „Fusio“ abgeleitet bedeutet Fusion so viel wie die Verschmelzung mindestens zweier Dinge zu etwas Neuem. Das  bedeutet nicht immer etwas Gutes. In der Schweiz, wird z.B. bei der Käseherstellung jeder Emmenthaler, dessen Löcher nicht die geforderte Größe einer Kirsche erreichen, zur Fusion mit Schmelzsalzen und Wasser gezwungen, um weiterhin ein kümmerliches Dasein als Schmelzkäse zu fristen.  Wenn man diese Gedanken auf unsere  Ritterwelten überträgt, heisst das des Öfteren, das bei einer Fusion Spieler mit geringeren Punktzahlen in Wings oder Ausbildungscamps gezwungen werden, um künftig als Lieferant von Defensivtruppen für die Topspieler zu versauern. Dagegen sehen Bündnisleiter Fusionen mit anderen Augen. Immerhin haben sie die Chance auf der Rangliste wie auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, falls ihnen ein Posten im Hohen Rat angeboten wird. Nebenbei können sie endlich diese lästigen Hobbyspieler loswerden, die ihre drei Burgen fleissig mit Herbstlaub  schmücken und nach drei Monaten immer noch fragen, wo man die schicken Symbole im Namenszug herkriegt. Wenn sie als Moderner Bündnisleader durch Fusionen nach oben kommen wollen, sollten sie auf ein paar grundlegende Dinge achten:

Machen sie im Vorfeld möglichst keine Aussagen, mit denen man sie später festnageln kann; wenn etwas schief geht, können sie hinterher behaupten, die Fusion von Anfang an nicht gewollt zu haben.

Wenn Sie ein gemütliches Leben wollen, suchen sie sich wirklich starke Partner aus (Punktedurchschnitt beachten), deren bloßer Name bei den anderen für Angst und Schrecken sorgt. Jetzt können Sie nach Herzenslust Freie Burgen besichtigen und Andenken sammeln. Falls einmal echte Hilfe von ihnen gewünscht wird, können sie einfach behaupten, sämtliche Truppen längst losgeschickt zu haben (Server hängt); oder das die sich verlaufen haben (Server kaputt).

Nehmen sie einen Posten an, der sie angeblich total ausfüllt (Diplomat?) und ihnen keine Zeit zum eigentlichen Spielen lässt, so dass sie sich von den anderen Deff, Rohstoffe und geräumte Burgen bekommen…

Melden sie Querulanten aus ihrem alten Bündnis als Inaktive und fordern sie eine schnelle unbürokratische Abwicklung derselben.  So etwas wird gern als Entschlossenheit gewertet und verschafft ihnen Respekt bei den neuen Partnern.

Beim Fusionieren wird in der Regel immer der Name des Stärkeren übernommen. Wenn sie bis hierhin weitergelesen haben, stehen sie offensichtlich auf der anderen Seite. Also machen sie sich beim Fusionspartner beliebt, indem sie vorschlagen, deren Namen zu übernehmen, weil er definitiv der Bessere ist. Den eigenen Leuten müssen sie nur noch weismachen, bis aufs Messer um den eigenen Namen gekämpft zu haben und dass sie erfolgreich waren: „Das Ausrufezeichen aus unserem Namen kommt mit aufs neue Bündnisprofil!“ Wer dieses Manöver durchschaut, wird zum Querulanten erklärt (siehe oben).

Tipp: Wenn sie einer zermürbenden Diskussion, ob man fusionieren sollte oder nicht, aus dem Weg gehen wollen oder ihnen die Gegenseite ein Angebot gemacht hat, das man einfach nicht ablehnen kann, lösen sie ihr Bündnis einfach auf. So schaffen sie Tatsachen, die den Lemmingen unter ihren Spielern die Entscheidung erleichtern. Wer dies als unehrenvoll empfindet, ist ein potentieller Inaktiver (siehe oben)…

Ob sie diese Tipps berücksichtigen oder nicht; stets gilt: Es verschmilzt nur, was zusammengehört!

 

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