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Spion zwischen den Fronten

Posted by Graf Augstein on 25. Dezember 2012 in Allgemein |
Meinen richtigen Namen kennt keiner, auch ihr werdet ihn nie erfahren.
Nennt mich einfach Richard den Sorglosen. Ich war ein Spion, bis zu dem Zeitpunkt,
als ich die Welt der Geheimnisse, der Täuschung und der falschen Identitäten für immer hinter mir liess. Zumindest wollte ich das. Aber mein altes Leben holt mich immer wieder ein. Viele mächtige Kräfte auf der fünften Welt suchen unermüdlich nach mir und haben weder Kosten noch Mittel gescheut, um mich aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.
Jeden Augenblick rechne ich damit, dass es an meine Tür klopft  und finstere Schergen eintreten, die mich fortschleifen und meiner Bestimmung zuführen wollen, so ungewiss sie auch sein mag!
Das Einzige, was dann noch von mir bleibt, sind diese Aufzeichnungen, die ich in den letzten Tagen in fiebriger Hast beim Schein einer rußenden Öllampe angefertigt habe.
Ich übergebe sie in die Obhut meines selbstlosen Freundes Old Schäpelhand, der mir Unterschlupf gewährte, und dafür Sorge tragen wird, dass sie nicht in die falschen Hände fallen. Wenn ihr das hier lest, mag ich gefangen sein, oder tot, aber ihr werdet haben dieses Zeugnis meiner Taten, mit denen ich diese Welt zu einer Besseren machen wollte.
Doch lasst mich am Anfang beginnen,  als ich das Licht der fünften Deutschen Welt erblickte…Von der ersten Sekunde an war ich dabei und trat in das Bündnis eines guten alten Bekannten aus der vierten deutschen Welt ein. Damals war ich noch ein Niemand (man nannte mich Bad Black Nobody) und sammelte meine ersten Erfahrungen im diplomatischen Dienst. Aus dieser Zeit stammt mein erster Bericht, den ich in meinem Tagebuch niederschrieb; die Erzählung eines ehemaligen Mitgliedes der Dark Settlers (genannt die Mächtigen):
Zum Anbeginn dieser Welt gab es die Dark Settlers,  das mächtigste Bündnis, bevor Clan Isengard zu seiner jetzigen Kraft und Stärke heranwuchs.
Dort war ich Kriegsminister, ein paar Tage bevor der erste Anfängerschutz zu Ende ging. 
Schon formten sich erste Allianzen, wie auch die von ECITON!
Wir boten ihnen Waffenbrüderschaft an, die von diesen düsteren Gesellen, deren treibende Kraft Clan Isengard war, jedes Mal abgelehnt wurde. 
Unsere Allianz bestand damals noch aus den Bad Breakers, und wenn ich mich richtig erinnere den Kingz of Lords und dem Orden der Baumeister!
Dann musste ich in ferne Lande vereisen, um unzählige Abenteuer zu bestehen.
Als ich zurückkehrte, war unser Bündnis aufgelöst, unsere Burgen verwaist und die Allianz zerschlagen. Keiner wollte erzählen, was geschehen war. Hinter vorgehaltener Hand sprach man von einem lange im Geheimen vorbereitetem Handstreich ECITONs, die viele unserer Getreuen hinterrücks dahin gemeuchelt hatten und jetzt die stärkste Macht im Lande stellten.
Seitdem war ich allein und wurde die leichte Beute ehrloser Raubritter, die von Eciton erpresst wurden, meine schönen Ländereien zu plündern und unter meinen Untertanen Angst und Schrecken zu verbreiten. 
ECITON ist einfach zu stark, als das es in dieser Welt jemand mit ihnen aufnehmen könnte! Unzählige kampferprobte skrupellose Söldner aus aller Herren Länder sind in ihren Reihen und sie werden ständig mehr!
Mit dem Bericht dieses Ritters begann eine Wende in meinem Leben. Schon damals beschloss ich, zum Chronisten des Unrechtes zu werden und eines Tages selbst in die Geschicke dieser Welt einzugreifen. Doch bis dahin war es noch ein langer Weg.
Schnell lernte ich, in kniffligen Situationen die Ruhe zu bewahren und die Geschicke zu meinen Gunsten zu wenden. Wenn meine diplomatischen Überredungskünste versagten, halfen mir oft meine Kochkünste weiter: durch meinen Mentor, den sagenhaften Timotheus Mälzeros wurde ich schon als Knappe in die Geheimnisse der ritterlichen Kochkunst eingeweiht und lernte in vielen Stunden in seiner gemütlichen Taverne am Rande des finsteren Isenwaldes so manches leckeres Gericht zu bereiten. Meinen ersten Sieg errang ich nicht mit dem Schwert, sondern mit einer
Rustikalen Bratpfanne: ich überredete den halbverhungerten Anführer eines benachbarten Bundes mit folgendem Gericht, unserer Allianz beizutreten:
Rezept für Armen Ritter: Halbierte Brötchen oder Weißbrotscheiben werden in einer Mischung aus Milch (oder Rahm) Eiern, Zucker und Vanille eingeweicht und in Butterschmalz oder Fett gebacken. Das Brot kann alternativ auch mit Marmelade oder Mus gefüllt werden. Vor dem Servieren mit Puder- oder Vanillezucker bestäuben oder mit Ahornsirup bestreichen.
Doch nicht immer konnte ich die Geschicke mit einem Kochrezept zu meinen Gunsten wenden. Die gewaltsame Auflösung meines Bundes konnte ich nicht verhindern; seine glücklichen Tage waren gezählt!
Unsere unerfahrene Gemeinschaft wurde durch einen schäbigen Verräter aufgelöst und in alle vier Winde zerstreut; ich stand mit leeren Händen da und begann von neuem.
Doch wie ich in dieser schweren Zeit Hilfe durch treue Freunde erfuhr, und was dann geschah sollt ihr in meiner nächsten Geschichte erfahren!Haltet mir die Treue
Euer Richard der Sorglose
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